Aktuelle Tabelle: Link

Segelflug-Bundesliga Runde 4

Für Samstag war das Wetter hervorragend vorhergesagt – für Sonntag genau das Gegenteil. Am Samstag waren daher wir mit rekordverdächtigen 16 Piloten am Start. Davon fünf starteten auf der Hahnweide bei Kirchheim/Teck beim dortigen Internationalen Segelflugwettbewerb. Die Flüge dieser fünf Piloten waren durch die gestellte Tagesaufgabe vorgegeben. Eine Orientierung an den optimalen Wetterbedingungen war daher nicht möglich. Insgesamt wurden dann 14 Flüge für die Bundesligawertung gemeldet, von denen wiederum die besten drei gewertet wurden:

Das beste Wetter war zwischen Aalen (Ostalb) und dem Bayerischen Wald erwartet worden und auch anzutreffen. Michael Schlaich, Matthias Krauss und  Matthias Sturm, der in dieser Saison erstmals am Bundesligastart war, legten Ihre Strecke genau in diese Richtung. Da sie nicht ganz sicher waren, wann im Südwesten die ersten Gewitter aufziehen, konnte nur einen Teil ihres Fluges im besten Wetter stattfinden. Schließlich wollten sie  rechtzeitig wieder zu Hause zu sein. Viele Kilometer der Strecke profitierten die drei von den guten Ideen Matthias Sturms, der letztlich alle 3 Flüge dadurch beschleunigte. Lediglich bei Ulm kam er etwas tiefer und verlor dadurch Zeit bis er wieder Anschluss an die bessere Thermik erwischte.

Michael Schlaich (122,10 km/h / 110,50 Punkte) gelang an diesem Tag der beste Flug vor Matthias Krauss (125,26 km/h / 110,36 Punkte) und Matthias Sturm (116,35 km/h / 109,76 Punkte). Die Punkte ergeben sich aus einer Kombination der Durchschnittsgeschwindigkeit und der Leistungsfähigkeit der Flugzeuge. Die Punkte sind letztlich wertungsrelevant. Michael Schlaich musste mit dem etwas schlechteren Flugzeug nicht ganz so schnell fliegen wie Matthias Krauss, der das bessere Flugzeug flog, um gleich viel Punkte zu bekommen.

Außerdem unterwegs waren unter anderem Konstantin Engelhardt (110,18 km/h), Sascha Costabel (108,356 km/h), Martin Kühn (106,52 km/h), Horst Kammerer (104,51 km/h km/h), Volker Herzog (104,04 km/h), Stephan Mayer (102,56 km/h), Harry Hezel (105,32 km/h), Markus Schweizer (98,54 km/h), Volker Herbst (87,98 km/h) Joachim Schwenk (73,71 km/h) und Siegfried Beilharz (83,54 km/h). Alle Flüge sind im Detail hier zu finden: OLC.

Leider fehlt uns noch immer ein Spitzenplatz in einer Rundenwertung. Mit dem 8. Platz und 13 Punkten in Runde 4 können wir allerdings sehr gut vorne mithalten. Wieder einmal zeigt sich, dass eine Stärke des LSV Schwarzwald die Kontinuität ist. Zwar sind wir leider vom 4. auf den 5. Platz etwas abgerutscht, haben aber trotzdem guten Anschluss an die Spitze. Die drei Erstplatzierten konnten sich inzwischen ein kleines Punktepolster herausarbeiten, was sich aber in der Segelflug-Bundesliga auch schnell wieder ändern kann.

Segelflug-Bundesliga Runde 3

Erneut war das Wetter im Südwesten sehr gut, allerdings von starkem Ostwind geprägt. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag konnte geflogen werden. Entgegen der ersten Erwartung, entwickelte sich das Wetter am Sonntag sogar noch besser als am Samstag, so dass am zweiten Tag des Wochenendes die schnelleren Geschwindigkeiten geflogen werden konnten. Von Winzeln aus startete leider kein Pilot. Das lag auch daran, dass viele Top-Piloten beim Hahnweide-Wettbewerb (Kirchheim unter Teck) am Start sind. Somit starteten alle Wertungsflüge dieses Wochenendes von dort.

Am Samstag waren wir in der Besetzung Volker Herzog, Stephan Mayer mit Lars Willems sowie Michael Schlaich mit Stefan Krauss noch auf dem 3. Platz der Wochenwertung.  Am Sonntag waren dann noch ein paar andere Piloten schneller, sodass letztlich Sascha Costabel (106,43 km/h), Markus Schweizer (102,75 km/h) sowie Stephan Mayer mit Lars Willems (102,18 km/h) in die Wertung kamen. Knapp geschlagen wurden Volker Herzog (102,45 km/h) und Harry Hezel (91,92 km/h), die beide mit besseren Flugzeugen unterwegs waren und daher weniger Punkte für ihre Geschwindigkeitsschnitte bekamen.

Diese Runde endete mit einem tollen 7. Platz. In der Gesamtwertung sind wir mit 37 Punkten nun schon auf den 4. Platz vorgekommen. Vorneweg marschieren die Titelverteidiger aus Aalen mit 51 Punkten.

Das Wetter war in den ersten 3 Runden noch recht ungerecht zu den Nordvereinen. Die ersten 12 der 30 teilnehmenden Vereine kommen aus Baden-Württemberg oder Bayern. Jedoch kann sich dieser Vorteil jederzeit auch umkehren.

Segelflug-Bundesliga Runde 2

Nach dem guten Start der letzten Woche wollten wir natürlich nachlegen. Auch dieses und nächstes Wochenende sind wir leider ohne Matthias Sturm am Start, was unsere Mannschaft schon ein bisschen schwächt.

Am Samstag entwickelte sich das Wetter nach dem morgendlichen Regen bereits besser als gedacht. Jedoch versprach der Sonntag nochmals bessere Bedingungen. Wir waren dann auch mit einigen Flugzeugen am Start. Leider waren die Bedingungen nach dem Start zunächst sehr schwierig. Volker Herzog – eigentlich ein sicherer Punktelieferant – startete als erster uns musste schon früh am Kirnbergsee bei Bräunlingen außenlanden. Markus Schweizer, unser schnellster Pilot der letzten Woche, musste sich leider dem Wetter auch geschlagen geben und konnte nicht an der Punktejagt teilnehmen.
Ab 14 Uhr entwickelte sich das Wetter dann recht brauchbar, war aber nur recht kleinräumig nutzbar. Wirklich lange Flüge waren daher weder zeitlich, noch räumlich machbar. Das Ergebnis konnte sich jedoch sehen lassen: Michael Schlaich brachte mit 114,38 km/h den schnellsten Flug in Baden-Württemberg zu Stande. Ebenfalls in die Wertung kamen Sascha Costabel mit Alexander Fust (98,65 km/h) sowie Sabine Hofer (90,15 km/h). Sabine erreichte zwar eine, im Vergleich zu den nachfolgenden, geringere Geschwindigkeit. Da Ihr Flugzeug aber auch etwas leistungsschwächer war, wurde dies durch den entsprechenden Flugzeugindex rechnerisch ausgeglichen. Weitere Flüge, die nicht in die Wertung eingingen wurden von Harry Hezel (93,74 km/h) sowie Matthias Krauss mit Frederick Hauenschild (90,55 km/h) und Konstantin Engelhard (80,92 km/h) gemeldet.

Der LSV Schwarzwald hat sich so sehr gut geschlagen, und konnte erneut den guten 9. Platz belegen. In der Gesamtwertung wurde so der 6. Platz erklommen. Die vorderen Ränge der Wochenwertung gingen dieses Mal in Richtung Bayern (Fichtelgebirge bzw. Alpen), da dort das Wetter deutlich bessere Bedingungen bot.

Segelflug-Bundesliga Runde 1

Am ersten Wertungswochenende 2018 wurde die Bundesliga-Saison mit einem Paukenschlag eröffnet. Noch nie wurden so schnelle Geschwindigkeitsschnitte geflogen wie an diesem Wochenende. Bereits der Samstag war sehr gut Die Piloten des LSV Schwarzwald waren sich einig, es könne kaum noch besseres Wetter geben. Dann kam der Sonntag … Die Wetterbedingungen waren außergewöhnlich gut und es konnten erneut weite Strecken mit extrem hohen Geschwindigkeiten geflogen werden.

Angestachelt durch die Wettervorhersage waren so gut wie alle Toppiloten des LSV Schwarzwald am Samstag am Start. Und die sportlichen Ergebnisse waren bereits hervorragend (siehe Streckenangaben weiter unten). Leider war dies auch etwas schade, da am noch besseren Sonntag nicht mehr alle Piloten antraten. Dadurch konnten die Chancen, die dieser Tag bot nicht vollumfänglich genutzt werden.

Dennoch erreichte der LSV in der ersten Bundesligarunde Platz 9 und satte 12 von 20 Punkten. Dies ist ein solider Start ins neue Bundesligajahr und eine gute Grundlage für die kommenden 18 Runden.

Die Vereine im Südwesten waren an beiden Tagen die Begünstigten im Wetter-Roulette. Insgesamt wurden die gebotenen Chancen dann doch recht gut genutzt.

Einige der außergewöhnlichen Leistungen werden durch die im Folgenden aufgelisteten Flüge und die entsprechenden Flugdaten ersichtlich:

Stefan Krauss und Markus Schweizer flogen am Sonntag einen Geschwindigkeitsschnitt von 159,35 km/h. Am Samstag flogen Markus Schweizer 138,34 km/h sowie Michael Schlaich und Sascha Costabel im Doppelsitzer 134,25 km/h. Auch Matthias Krauss, Volker Herzog und Martin Kühn waren über 130 km/h schnell. Fantastisch und herausragend waren auch die Streckenlängen: Volker Herzog schaffte 912 km, Markus Schweizer 910 km, Martin Kühn 903 km und Michael Schlaich zusammen mit Sascha Costabel 870 km. Matthias Krauss, Marc Beckmann und Frederick Hauenschild sind weiter als 700 km geflogen.

Die extrem hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten kommen dadurch zustande, dass die Wetterlage es ermöglichte im Geradeausflug zu steigen bzw. nicht zu fallen. Normalerweise suchen Segelflieger Aufwinde bzw. Thermik. Diese ist relativ lokal und kann sich als Schlauch vorgestellt werden, weshalb die Piloten im Aufwind kreisen. Somit ist man immer für eine gewisse Zeit mehr oder weniger stationär an einem Ort und steigt, um dann von der erreichten Höhe weiter zu gleiten. Wenn sich nun Aufwinde aneinanderreihen, ist es möglich mit hoher Geschwindigkeit ohne Höhenverlust geradeaus zu fliegen. Die Kunst liegt darin, die beste „Linie“ zu finden, um die maximale Geschwindigkeit für die Bundesligawertung zu erreichen. Segelfliegen ist somit eine spannende Mischung aus Natur- bzw. Wetterbeobachtung und -interpretation, Flugtaktik, Hochleistungstechnologie und Bauchgefühl bzw. die Faszination am motorlosen Gleiten unter den Wolken.