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Segelflug-Bundesliga Runde 9

LSV Schwarzwald festigt dritten Platz

In der Runde 9 konnte der LSV Schwarzwald den 10. Platz belegen und 11 Punkte einsammeln. In der Gesamtwertung konnte damit der 3. Platz verteidigt und der Abstand auf die Verfolger etwas ausgebaut werden.

Auch in dieser Bundesliga Runde war wieder bestes Segelflugwetter – zumindest am Samstag. Der Sonntag war leider durch ausgeprägten Wind und starke Schauertätigkeit nicht mehr nutzbar. Der LSV Schwarzwald war wieder mit einer motivierten Piloten-Truppe am Start, um das Beste aus dem Wetter zu machen. Insgesamt sechs Piloten starteten zur Punktejagd. Michael hob bereits kurz vor 10 Uhr ab, als sich erste Thermikanzeichen bemerkbar machten. Die anderen folgten unmittelbar, nachdem die Schleppmaschine jeweils wieder gelandet war. Somit konnte der ganze Tag genutzt werden, um lange Strecken zu erzielen.

Dreimal um Stuttgart herum

Drei Piloten wählten eine Strecke „um Stuttgart herum“. Dabei wird von Winzeln aus zunächst in Richtung Norden gestartet, um dann „oberhalb“ von Stuttgart nach Südosten abzubiegen. Bei Markus Schweizer und Matthias Krauss war dies im Odenwald zwischen Heidelberg und Wertheim. Bei Michael Schlaich fand die Wende nördlich von Würzburg statt. Michael Schlaich flog dann über Regensburg wieder nach Winzeln zurück. Die beiden anderen wendeten das zweite Mal bereits einige Kilometer vor Regensburg und schafften ebenfalls den Rückweg nach Winzeln erfolgreich. Da das beste und damit „schnellste“ Wetter auf der Schwäbischen Alb anzutreffen war, ergab sich die Situation, dass dieses bei Gegenwind genutzt wurde. Für die Bundesligawertung, bei der es auf eine hohe Geschwindigkeit ankommt, leider nicht optimal. Ein besseres Händchen hatte Stephan Mayer. Mayer flog am Schweizer Jura entlang bis kurz vor Genf und konnte dann mit Rückenwind wieder zurückfliegen. Stephan erreichte so eine Wertungsgeschwindigkeit von 119,54 km/h. Matthias Krauss war 114,54 km/h schnell und Michael Schlaich komplettierte die Wertung mit 118,02 km/h. Markus Schweizer schaffte 107,81 km/h und Stefan Burri 87,07 km/h.

Leider hatte das Team Oswin Schuster und Horst Kammerer im Doppelsitzer Problemen mit der Instrumentierung, weshalb kein gültiger Wertungsflug zustande kam.

Gute Platzierung in der Deutschen Meisterschaft im Streckenflug

Für die Deutsche Meisterschaft im Streckenflug war es ebenfalls ein erfolgreicher Tag. Matthias Krauss schaffte 824 km, Markus Schweizer 841 km und Michael Schlaich flog 958 km. Markus Schweizer belegt derzeit den 18. Platz, Matthias Sturm Rang 8 und Michael Schlaich Platz 6 in der 18 Meter Klasse.

In der Bundesliga stehen nun noch 4 Runden an. Der Abstand auf die Verfolger konnte etwas vergrößert werden, jedoch bietet dies keine echte Sicherheit, da aufgrund der „Formel 1 Wertungsregeln“ schnell auch überraschende Wendungen möglich sind. Nach vorne ist der Abstand leider auch größer geworden.

Segelflug-Bundesliga Runde 8

Inzwischen sind schon 8 von 13 Runden geflogen. So schnell neigt sich eine durch Corona verkürzte Segelflugsaison dem Ende entgegen. Dieses Wochenende war der Südwesten klar im Vorteil: Das Wetter war am Samstag und Sonntag hervorragend. Diesen Vorteil konnte der LSV Schwarzwald perfekt nutzen. Am Samstagabend war der LSV in der Zwischenwertung auf Platz 2 mit einem hauchdünnen Abstand auf die erstplatzierten Flieger von der Fliegergruppe Wolf Hirth aus Kirchheim/Teck. Am Sonntag sollte das Wetter dann „noch schneller“ werden. Der LSV konnte die Punktzahl noch steigern, wurden aber leider von den Fliegern der FG Schwäbisch Gmünd überholt. Mit Platz 3 wurde dennoch die beste Rundenplatzierung dieser Bundesliga-Saison erreicht. Außerdem ist der LSV Schwarzwald auf den 3. Gesamtplatz vorgerückt. In die Wertung kamen Volker Herzog (Samstag, 133,68 km/h), Markus Schweizer (Sonntag, 127,53 km/h), Frederick Hauenschild mit Streckenflugtrainer Matthias Sturm (Sonntag, 126,09 km/h). Ganz knapp nicht in die Wertung kamen Stephan Mayer (Samstag, 127,48 km/h), Matthias Sturm (Samstag, 127,02 km/h), Harry Hezel (Sonntag, 120,96 km/h) sowie Sascha Costabel (Samstag, 120,19 km/h). Insgesamt waren für den LSV Schwarzwald an diesem Wochenende 16 Piloten am Start, die zusammen 9237 km geflogen sind – in dieser Woche nicht mehr ganz so weit, dafür aber schneller als in der Vorwoche. Insgesamt ist die Motivation des Schwarzwälder Bundesliga-Teams momentan auf Maximalniveau. Sicherlich auch angestachelt durch den aktuell guten „Lauf“ hörte man während den Flügen im Funk regelmäßig die Nachfrage nach den aktuellen „Tachoständen“, was den Wettkampfgeist nochmals etwas antrieb.

Die meisten Flüge nahmen ihren klassischen Verlauf im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb – grob zwischen Pforzheim im Norden, dem Hotzenwald im Süden und der Region um Ulm im Osten. Einen besonderen Flugplan hatte Matthias Sturm sowohl am Samstag als auch am Sonntag: Er flog entlang des Schweizer Juras bis kurz vor Genf. Diese Route bietet ein spektakuläres Panorama und sensationelle Ausblicke auf die Schweizer Seen.

In der Gesamtplatzierung ist der LSV Schwarzwald nun auf dem dritten Platz. Der Abstand auf die Verfolger ist gering, so dass sich die Piloten in den kommenden Wochen nicht ausruhen können. Auf den zweiten Platz besteht ein Abstand von 12 Punkten, was aufgrund der Leistungsfähigkeit der Fliegergruppe Wolf Hirth eine echte Herausforderung ist. Der mit deutlichem Vorsprung von nochmals 25 Punkten erstplatzierte LSV Rinteln sieht sich inzwischen deutlicher Kritik ausgesetzt. Der LSV Rinteln hat ein besonderes Modell: Sehr gute Piloten, die in ihren Heimatvereinen keine Mitstreiter für die Bundesliga finden, fliegen für den LSV Rinteln – jeweils von Ihren Heimatflugplätzen aus. Somit haben die Rintelner nicht nur hervorragende Piloten hinzugewonnen, sie haben auch den Vorteil, dass mehr oder weniger in jeder Ecke von Deutschland ein paar Piloten sitzen. Somit kann Rinteln, egal wo das Wetter gut ist, davon profitieren. Dieses Modell ist zwar regelkonform, wird jedoch von einigen Akteuren als an der Grenze zur Unsportlichkeit gesehen.

Segelflug-Bundesliga Runde 7

Was für ein unglaubliches Wochenende. Am Samstag war das Wetter bereits super, obwohl dies so nicht vorhergesagt wurde. Der Sonntag setzte jedoch nochmal eins obendrauf: Es war der vielleicht beste Tag seit es Segelflugwetter gibt!

Der LSV Schwarzwald konnte dieses Wetter sehr gut nutzen. Am Samstag waren wir mit acht, am Sonntag sogar mit neun Piloten am Start. In die Wertung kamen Matthias Sturm (136,95 km/h) vor Stephan Mayer (129,86 km/h) und Stefan Krauss, der mit Sascha Costabel im Doppelsitzer flog (125,49 km/h). Die weiteren LSV Schwarzwald Piloten, die in dieser Runde nicht in die Bundesligawertung kamen, waren Konstantin Engelhard (123,69 km/h), Uwe Kaczkowski (117,45 km/h), Harry Hezel belegte (123,21 km/h) und Michael Schlaich (121,80 km/h), Markus Schweizer (120,72 km/h), Sven Killinger (116,60 km/h), Sascha Kopp (86,34 km/h) und Oswin Schuster (75,97 km/h).

Mit diesen schnellen Durchschnittsgeschwindigkeiten erreichten wir den Rundenplatz 6 und konnten unseren 6. Gesamtplatz festigen. Der Abstand zur SFG Donauwörth-Monheim auf Platz 7 ist zwar etwas geschrumpft, jedoch wurde der Abstand zu Platz 8 ausgebaut. Bis auf Platz 2 ist der Abstand mit nur 10 Punkten gering, so dass hier noch realistische Chancen zur Verbesserung bestehen. Die Top-Platzierung ist vom LSV Rinteln mit einem sehr komfortablen Abstand von 25 Punkten auf den Zweitplatzierten jedoch gut ausgebaut.

Ganz nebenbei wurden mit den sehr schnellen Flügen auch fantastische Streckenflüge möglich, die mit einem deutschen Klassenrekord, 4 (in Worten VIER!) 1000er-Flügen und zweimal über 900 km zu einem außergewöhnlichen Tagesergebnis führten. Mehr dazu hier.

Presse: Schwarzwälder Bote

Segelflug-Bundesliga Runde 6

Für den Samstag war bereits gutes Segelflugwetter vorhergesagt, weshalb 8 Piloten an den Start gingen. Die schnellsten Flüge konnten von Winzeln aus auf der Schwäbischen Alb erflogen werden. Diese Flugstrategie ergab sich aus dem frischen Westwind. Dieser konnte als Rückenwind auf dem Weg über die Schwäbische Alb nach Osten genutzt werden. Am schnellsten war Harry Hezel, der den Rückenwind optimal ausnutzte, nach einem kleinen Schwenk in den Südschwarzwald auf die Alb abbog und über die gesamte Wertungsdauer gen Osten flog. In der Nähe von Ingolstadt wendete er dann zum Rückflug nach Winzeln. Mit dieser Strategie erreichte er einen Wertungsschnitt von 112,17 km/h. Sven Killinger mit Joachim Schwenk waren nicht ganz so schnell unterwegs, da ein Teil des Rückwegs mit Gegenwind noch in die Wertung einfloss. Die beiden erreichten aber trotzdem 108,74 km/h. Da die beiden mit einem Arcus T ein etwas schlechteres Flugzeug als Harry hatten, bekamen sie jedoch am Ende mehr Punkte. Tobias Krauss, der mit Michael Schlaich als Streckenflugtrainer im zweiten Doppelsitzer, dem Duo Discus T, unterwegs war, schaffte Platz 3 mit 99,02 km/h. Der Flug führte bis Eichstätt (kurz vor Ingolstadt) und wieder zurück. Volker Herzog flog sich mit 104,21 km/h auf Platz 4. Sein Flugzeug ist deutlich besser als der Doppelsitzer mit dem Tobias und Michael unterwegs waren, daher bekam er weniger Punkte. Pechvogel des Tages war ohne Frage Markus Schweizer. Er musste leider in Reiselfingen und in Leibertingen landen und konnte somit keinen Flug in die Wertung beisteuern.

Der Sonntag war mit schlechtem Wetter prognostiziert, welches dann doch besser als erwartet ausfiel. Trotzdem fanden keine Bundesliga-Wertungsflüge mehr statt, da der Wind nochmals deutlich frischer als am Samstag war.

In Runde 6 konnte der LSV Schwarzwald den 9. Platz belegen und somit wertvolle 12 Punkte einholen. In der Gesamtwertung ergab sich dadurch ein Sprung um 2 Plätze nach vorn auf den 6. Platz. Damit ist der LSV in der Top 10 etabliert. Die nächsten Plätze scheinen bereits in Reichweite zu liegen. Die beiden ersten in der Tabelle – LSV Rinteln und FG Oerlinghausen – konnten sich bereits einen komfortablen Vorsprung herausgearbeitet, so dass ein Aufrücken in diesen Bereich äußerst herausfordernd wird.

Presse: Neue Rottweiler Zeitung

Segelflug-Bundesliga Runde 5

Im Gegensatz zu letzter Woche war das Wetter an diesem Wochenende recht bescheiden. Am Samstag konnte geflogen werden. Allerdings war es eine sehr schwierige Wetterlage die von Wind, Schauern und Abschirmungen geprägt war. Am Sonntag traute sich keiner bei starkem Wind in die Luft. Im Nachhinein wäre vielleicht sogar eine Ergebnisverbesserung machbar gewesen. Unsere Freunde von der Fliegergruppe Wolf-Hirth (Kirchheim/Teck) haben es zumindest gezeigt.

Am Samstag flogen Matthias Krauss, Harry Hezel, Markus Schweizer und Marc Beckmann gleich nach dem Start Richtung Norden in die Gegend um Pforzheim. Michael Schlaich versuchte es nach Südwesten um dann nach Osten auf die Schwäbische Alb abzubiegen. Leider hat sich dort das Wetter nicht so gut wie erhofft entwickelt, sodass auch er den Flug Richtung Norden fortsetzte. Das Wetterfenster war sehr klein und die Flugrichtung durch den Stuttgarter Luftraum begrenzt. Marc Beckmann machte bei Zeiten „Feierabend“. Harry Hezel wollte den Flug ein weiteres Mal nach Norden fortsetzen und musste schließlich auf dem Wächtersberg (nördlich Nagold) außenlanden. Matthias Krauss schaffte 79,26 km/h, Markus Schweizer 78,92 km/h und Michael Schlaich 64,74 km/h. Auch die Flüge von Markus und Michael standen „auf der Kippe“. Im engen Teamflug fanden sie über Glatten gerade noch rechtzeitig einen rettenden Aufwind, um den Heimflug sicherzustellen.

Marc Beckmanns Flug war zu kurz für die Wertung und da Harry nicht wieder bis 15 km an den Flugplatz zurückkam, wurde auch sein Flug nicht gewertet.

In Runde 5 belegten wir so den 17. Platz und konnten 4 Punkte auf unser Konto verbuchen. In der Gesamtwertung liegen wir weiterhin auf dem 8. Platz.

Segelflug-Bundesliga Runde 4

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag konnten wir uns über gutes Flugwetter freuen. Der Samstag war noch von einigen Schauern gezeichnet. Für den Sonntag war bestes Segelflugwetter vorhergesagt. Vielleicht gerade wegen dieser Vorhersage setzten viele auf den Sonntag und so kamen am Samstag nur zwei Flüge zu Stande. Der eine davon: Frederick Hauenschild flog mit Matthias Sturm im Rahmen des Streckenflugtrainings. Dieser sollte der schnellste Flug des LSV Schwarzwald der vierten Bundesliga-Runde bleiben (109,81 km/h).

Der Sonntag war der Tag der langen Flüge. Allerdings muss für eine gültige Wertung der Rückflug wieder bis mindestens 15 km an den Flugplatz heranreichen. Dies ist leider einigen nicht gelungen. So mussten Matthias Sturm, Volker Herzog, Michael Schlaich, Martin Kühn und Marc Beckmann den Motor nutzen um heimzukommen. Harry Hezel war als Streckenflugtrainer mit Constantin Schatz unterwegs und sie landeten am Abend auf dem Flugplatz Albstadt-Degerfeld.

In die Wertung kamen neben Frederick Hauenschild (109,81 km/h) als Zweiter Markus Schweizer (103,85 km/h), gefolgt von Cornelius von Podewils (105,55 km/h). Cornelius erhielt wegen des besseren Flugzeugs, trotz höherer Geschwindigkeit, weniger Wertungspunkte. Horst Kammerer mit Copilot Friedel Walentin wurde 4. mit 88,58 km/h.

Michael Schlaich gelangen eine Strecke von 917 km in einer Flugzeit von 11:23 Stunden, bevor er seinen Motor starten musste. Das anvisierte Dreieck (Winzeln – Bad Hersfeld, nördlich von Fulda – Ingolstadt – Winzeln) konnte leider nicht geschlossen werden, was nochmals mehr Wertungspunkte gegeben hätte. Martin Kühn schaffte 841 km. Auch er konnte sein geplantes Dreieck (Winzeln – Erbenhausen, östlich Fulda – Ingolstadt – Winzeln) nicht mehr schließen. Markus Schweizer erreichte eine Flugstrecke von 730 km mit einem Ziel-Rückkehrflug in die Region Regensburg.

In Runde 4 haben wir den 15. Platz belegt und somit 6 wertvolle Punkte geholt. In der Gesamtwertung haben wir etwas Boden verloren und liegen auf dem 8. Platz.

Segelflug-Bundesliga Runde 3

Am Samstag hatten wir schwieriges, aber immerhin fliegbares Wetter. Am Sonntag wollte kein Hund vor die Türe. Aufgrund unserer Vereinsmeisterschaften (siehe separater Bericht) hatten wir 15 Piloten am Start. Joachim Schwenk gab die Richtung vor: Wir flogen zuerst in den Südschwarzwald und von dort ins Donautal bis auf die Höhe von Mengen und wieder zurück. Am schnellsten war Michael Schlaich (81,57 km/h), gefolgt von Volker Herzog (81,26 km/h) und Stephan Mayer (79,65 km/h). Dieses Wochenende waren ganz klar die Vereine in Bayern im Wettervorteil, sie belegten die ersten sieben Plätze. Wir kamen auf den guten 13. Platz und konnten weitere 8 Punkte sammeln. Wir liegen nach 3 von 13 Runden weiterhin auf dem tollen 6. Platz in der Tabelle.

Segelflug Bundesliga – Runde 2

Motiviertes Warten auf die Erfüllung der Versprechen des Wetterberichts.

Das Wetter am Samstag war leider nicht nutzbar, weshalb sich die Hoffnung auf eine Bundesliga-Wertung auf den Folgetag konzentrierte. Am Sonntag waren sich die Wetterberichte dann uneinig. Unsere Truppe war motiviert und hat an den guten Wetterbericht geglaubt, auch wenn sich die für 14 Uhr angekündigte Wetterbesserung nicht wirklich einstellte. Harry Hezel, Markus Schweizer, Matthias Sturm, Horst Kammerer und Sascha Costabel starteten dann trotzdem gegen 15:00 Uhr.

 

Ein Geniestreich von Matthias war die Idee, ins Rheintal zu gleiten und dort sein Glück zu versuchen. Er hoffte, dass eine weitere Wetterbesserung einen Heimflug über Pforzheim ermöglicht. Sascha Costabel und Horst Kammerer folgten seiner Idee und wählten dieselbe Flugroute. Harry Hezel war etwas konservativer unterwegs und flog zwischen Königsfeld und Rottenburg unter einer schwarzen Wolkenwurst „hin und her“. Markus Schweizer musste zunächst nochmal landen und startete zu einem zweiten Versuch. Letzten Endes ging die Rechnung von Matthias voll auf und er war auch noch schnell unterwegs: Er flog 110,11 km/h, Sascha Costabel 88.73 km/h und Horst Kammerer 89,65 km/h. Harry Hezel schaffte 65,34 km/h. Wettermäßig deutlich im Vorteil waren die Vereine in Norddeutschland. Unter den ersten 5 sind gleich 4 in Niedersachsen beheimatet.  Als mit Abstand beste Mannschaft aus Baden-Württemberg belegten wir den tollen 7. Platz und sind nach 2 Runden auf den 6. Platz hochgeklettert. So darf es weitergehen!

Segelflug Bundesliga – Runde 1

Seit dem 11. Mai dürfen wir auf dem Flugplatz in Winzeln mit einigen Einschränkungen wieder fliegen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Start der Segelflug-Bundesliga verschoben und auf das Wochenende vom 30./31. Mai terminiert. Die Laufzeit der Bundesliga 2020 reduziert sich somit auf 13 anstatt den üblichen 19 Runden.

Wir hatten an beiden Tagen des Wochenendes tolles Wetter und waren mit unglaublich vielen Piloten unterwegs. Es scheint einen gewissen Nachholbedarf zu geben, nach dem rund zwei Monate nicht geflogen werden durfte. Am Samstag waren 10, am Sonntag sogar 15 Piloten am Start. Der recht knackige Ostwind, der an beiden Tagen vorherrschte, bestimmte die Flugtaktik. Es galt einen möglichst langen Anteil im Flug Rückenwind „einzubauen“. Am Samstag gelang dies Matthias Sturm mit 135,31 km/h am Besten, gefolgt von Stephan Mayer mit 114,01 km/h und Markus Schweizer mit 109,99 km/h. Am Sonntag war erneut Matthias Sturm der Schnellste mit 133,26 km/h. Horst Kammerer, der mit Matthias im Team flog, schaffte fantastische 132,36 km/h. Der Kampf um Platz 3 in der Wertung wurde mit 0,01 km/h zu Gunsten von Joachim Schwenk entschieden (125,68 km/h). Harry Hezel wurde 4. (125,67 km/h) und Michael Schlaich, der zusammen mit Frederick Hauenschild als Streckenflugtrainer tätig war, wurde 5. (120,44 km/h). Die punkthöchsten Flüge erzielten am Samstag Dr. Stefan Krauss mit Michael Schlaich (512 km) und am Sonntag Michael Schlaich mit Frederick Hauenschild (884 km).

In der Bundesliga zeigte sich die unglaubliche Leistungsdichte. Trotz der tollen Flüge belegten wir am Ende den 10. Platz (30 Mannschaften) und holten die ersten 11 Punkte auf unser Konto.

 

Bild: Volker Herbst

Text: Michael Schlaich, Volker Herbst